
Digital Art History – Issues, Challenges, Perspectives
Die Geschichte der Kunstgeschichte steht in engem Zusammenhang mit der Geschichte der Reproduktion ihrer Forschungsgegenstände. In der Frühen Neuzeit wurden diese mithilfe von Druckgrafiken vervielfältigt und verbreitet. Die Erfindung der Fotografie brachte der kunstgeschichtlichen Forschung durch den Anstieg des Bildmaterials und die leichtere Zugänglichkeit einen erheblichen Gewinn. Doch erst die Überführung der Bilder ins Digitale ermöglichte ihre vom realen Ort unabhängige Virtualisierung im Internet und die Anwendung computergestützter Verfahren sowohl zur quantitativen als auch zur qualitativen Analyse. Dies stellt die bildbasierten Disziplinen immer wieder vor neue Herausforderungen, eröffnet gleichzeitig aber auch neue Perspektiven.
Für die Anwendung digitaler Technologien und Verfahren in der kunstgeschichtlichen Forschung und Lehre hat sich mittlerweile der Begriff „Digitale Kunstgeschichte“ etabliert. Der Vortrag will einen Überblick geben über ihre Arbeits- und Forschungsfelder, die von Daten- und Wissensmanagement und Vernetzung, automatisierter Bildanalyse (z.B. Mustererkennung) und Bild-Annotation, Social Media, Crowd sourcing, Gamification, Visualisierung und Rekonstruktion bis hin zur Rezeptionsforschung reichen. Der Vortrag stellt Projekte und Entwicklungen innerhalb dieser Bereiche vor und zeigt die Herausforderungen und Perspektiven computergestützter Forschung und Lehre in der Kunstgeschichte auf.
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