
Sebastian Drude
Sebastian Drude (Dr. Phil. Freie Universität Berlin 2002) ist ein Linguist mit Arbeitsschwerpunkten in Sprachdokumentation, Sprachtypologie, Sprachtechnologie und Forschungsdateninfrastrukturen.
Er forschte zwischen 1997 und 2010 über die Aweti-Sprache (Tupi, im Xingu-Quellgebiet, Zentralbrasilien) mit Unterstützung des DAADs und als hauptdurchführender Forscher eines DOBES-Projekts (Dokumentation Bedrohter Sprachen, Volkswagenstiftung). Von 2008 bis 2011 hielt er ein Dilthey-Fellowship am Institut für Empirische Sprachwissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt, wo er weiterhin als Privatdozent affiliiert ist.
In Brasilien war er aktiv in der Etablierung der Sprachdokumentation und trug zum Aufbau der zwei regionalen Spracharchive in Belém und Rio de Janeiro bei.
Von November 2011 bis September 2014 war Sebastian Drude Scientific Coordinator und Head des Spracharchivs (The Language Archive, TLA) am Max-Planck-Institut für Psycholinguistik. Seit dann ist er General Coordinator von CLARIN, der Europäischen Forschungsinfrastruktur für Sprachressourcen und -technologie.
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